Abtauchen in die Tiefe des Ozeans
Veröffentlicht: 20.11.2009
Auf dem Grund des Atlantiks gibt es einzigartige geochemische Prozesse. Black smoker nennt man zum Beispiel hydrothermale Quellen, bei denen mineralische Strukturen einen kegelförmigen Schornstein bilden, aus dem heißes und an Salzen reiches Wasser austritt. Es entstehen Biotope mit oft nur in dieser Umgebung lebenden Organismen. Evolutionsbiologen hoffen, durch sie Rückschlüsse auf das Entstehen des Lebens ziehen zu können. Aber wie erforscht man Objekte in 4.000 Metern Wassertiefe?
Dazu werden mit Kameras bestückte und ferngesteuerte Fahrzeuge eingesetzt, die Bildersequenzen aufnehmen. Diese Informationen nutzen Informatiker dazu, um dreidimensionale Bild-Rekonstruktionen zu erstellen. Wie es geht, erfahren Teilnehmer auf einer Fachveranstaltung am 3. Dezember, zu der der Arbeitskreis Bildverarbeitung einlädt. Gastgeber ist das Institut für Informatik der Uni Kiel.
Neben 3D-Anwendungen für Unterwasserforschung und Archäologie wird ein Zeilenkamerasystem für die Untersuchung polarer Eisbohrkerne vorgestellt. Zudem geht es um den Einsatz von Kameras bei der Inspektion von Kanalrohren. Die Vorträge beginnen um 17 Uhr. Ab 15 Uhr wird eine Institutsführung angeboten.
Anmeldung: www.initiative-bildverarbeitung.de

