Fachtagung “Biomasse im Hausbau”
Bleibt ökologisches Bauen reine Geschmackssache oder eine Glaubensfrage? Welche Bedeutung haben die so genannten biogenen Bau- und Dämmstoffe in Schleswig-Holstein? Über diese Fragen diskutieren Fachleute am 22. September im Blomenburg Technologiezentrum in Selent. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Werkstatt – Wissenschaft – Wirtschaft: Praxis der Biomassenutzung“.
Insbesondere in Punkto Gesundheitsrisiken wurde und wird heftig über mögliche Vorteile biogene Stoffe im Vergleich zu konventionellen Produkten gestritten. Stichworte sind hier neben Asbest auch die Lungengängigkeit von Faserdämmstoffen früherer Produktionen. Zudem wird von Experten immer wieder diskutiert, wie der Energieaufwand zur Herstellung dieser Materialien zu bewerten ist. Darüber hinaus stellt sich die Frage, welche Impulse von Seiten der Politik und Verwaltung überhaupt notwendig wären, um das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen in Schleswig-Holstein zu fördern.
Als Referenten haben die Organisatoren der Veranstaltung Eckard Klopp von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe, Prof. Wolfgang Linden und Prof. Georg Conradi von der FH Lübeck, Helge Zimniak von der der Firma Flachsbau GmbH und Peter Petersen vom Fachverband Strohballenbau Deutschland gewinnen können. Nach den Vorträgen ist Zeit für eine Diskussionsrunde eingeplant.
Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erwünscht (s. Link unten).
Die Veranstaltungsreihe „Werkstatt – Wissenschaft – Wirtschaft: Praxis der Biomassenutzung“ läuft seit Mai 2008 und greift jeweils aktuelle Themen der Biomassenutzung in Schleswig-Holstein auf. Initiatoren sind das Kompetenzzentrum Biomassenutzung in Schleswig-Holstein, die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde, der Landeshauptstadt Kiel sowie die Investitionsbank Schleswig-Holstein.

