Innovationsstiftung Schleswig-Holstein

Neuer Bildverarbeitungspreis “Fokusfinder” verliehen

Veröffentlicht: 02.07.2009

Mit dem „Fokusfinder“ sind in Lübeck erstmals zwei herausragende praxisrelevante Leistungen von Hochschulabsolventen aus Lübeck und Hamburg auf dem Gebiet der industriellen und medizinischen Bildverarbeitung gewürdigt worden. Ausgezeichnet für die beste Diplomarbeit wurde die 25-jährige Diplom-Informatikerin Bärbel Kratz. Sie arbeitet als Forschungsmitarbeiterin am Institut für Medizintechnik der Universität zu Lübeck. Die beste Dissertation hat Dr.-Ing. Marc Hensel (38) vorgelegt. Er promovierte an der Technischen Universität Hamburg-Harburg und ist inzwischen als Leiter Image Pre-Processing bei Philips Medical Systems in Hamburg tätig. Der „Fokusfinder“ ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert und wird gemeinsam von der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH) und der Basler AG in Ahrensburg verliehen.

Preisträger und Preisstifter des Fokusfinder-Preises

v. l. n. r.: ISH-Vorstand Prof. Dr. Hans-Jürgen Block, Prof. Dr. Thorsten Buzug mit Preisträgerin Bärbel Kratz, beide Uni Lübeck, Preisträger Dr.-Ing. Marc Hensel, Prof. Dr.-Ing. Rolf-Rainer Grigat, TU Hamburg-Harburg, Dr. Jörg Kunze, Basler AG, Ahrensburg, Prof. Dr. Reiner Nawrath, Koordinator der Initiative Bildverarbeitung in Schleswig-Holstein

Bärbel Kratz hat in ihrer Diplomarbeit ein Verfahren zur Metallartefaktreduktion bei der Computertomografie entwickelt, das sehr innovativ ist und den Stand der Technik auf diesem Gebiet erheblich verbessert. In der Evaluation der Ergebnisse zeigte sich, dass ihr Verfahren besser ist als die Entwicklungen größerer CT-Forschungsgruppen. Die Ergebnisse der Diplomarbeit wurden in einer Veröffentlichung und auf Tagungen vorgestellt.

Die Dissertation von Marc Hensel beschäftigt sich mit der echtzeitfähigen Rauschreduktion medizinischer Röntgenbilder in Bildfolgen (Fluoroskopie) und wurde in Zusammenarbeit mit Philips Medical Systems durchgeführt. Hensel hat ein gegenüber Rauschen robustes Verfahren zur Bewegungsschätzung entwickelt. Im Rahmen der Arbeit wurden 2 Artikel in renommierten und referierten Fachzeitschriften und 10 Tagungsbeiträge geschrieben.

bildverarbeitung„In zahlreichen Veranstaltungen für Vertreter aus Hochschulen und Wirtschaft der von der ISH im Jahr 2002 ins Leben gerufenen Initiative Bildverarbeitung hat sich gezeigt, dass dieses Fachgebiet ein enormes Potenzial hat. Dies gilt besonders für die medizinische Bildverarbeitung, die an der Uni Lübeck eine ausgezeichnete Heimstatt für angewandte Forschung und Lehre hat. Mit dem Fokusfinder wollen wir Aufmerksamkeit und Interesse wecken“, sagte ISH-Vorstand Prof. Dr. Hans-Jürgen Block bei der Preisverleihung. Der Preis wird auch im nächsten Jahr wieder ausgelobt.

www.fokusfinder.de