Innovationsstiftung Schleswig-Holstein

Solarforscher Eicke Weber: Verzehnfachung der Strommenge aus Photovoltaik möglich

Veröffentlicht: 19.11.2009

Gastredner Prof. Dr. Eicke Weber aus Freiburg (2. v. l.) mit Wissenschaftsstaatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen und den Gastgebern Stefan Brumm (li; ISH-Vorstand), Dr. Guido Knott (2. v. re.; Stv. Stiftungsratsvorsitzender), Prof. Dr. Hans-Jürgen Block (re; ISH-Vorstand)

Gastredner Prof. Dr. Eicke Weber aus Freiburg (2. v. l.) mit Wissenschaftsstaatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen und den Gastgebern Stefan Brumm (li; ISH-Vorstand), Dr. Guido Knott (2. v. re.; Stv. Stiftungsratsvorsitzender), Prof. Dr. Hans-Jürgen Block (re; ISH-Vorstand)

“Solarenergie als Wirtschaftsmotor für eine nachhaltige Entwicklung” lautete der Gastvortrag von Prof. Dr. Eicke Weber, Direktor des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, auf dem Parlamentarischen Abend der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein am 18.11.09 in Kiel. Weber unterstrich dabei seine Überzeugung, dass die Sonne die Stromquelle der Zukunft ist. Es komme darauf an, die Kosten pro Kilowattstunde zu reduzieren, bei gleichzeitig guter Effizienz. Dies könne mit so genanntem “dirty silicon” erreicht werden.

“Schauen Sie auf Fürstenfeldbruck!”, forderte Weber die runde 120 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verbänden auf. In dem bayerischen Landkreis werde heute bereits zehn Prozent des Stroms mit Photovoltaik erzeugt. In Deutschland liege der Prozentsatz bei etwa 0,7 bis 0,8 Prozent. Daran sehe man “dass es funktioniert, dass wir die mit Photovoltaik erzeugte Strommenge noch ganz leicht verzehnfachen können”, sagte der renommierte Physiker und Materialforscher. Mit “schmutzigen Silizium” könne der Weltmarktpreis für den Rohstoff zum Bau von Solarzellen um ein Vielfaches verringert werden.

“onside”, die Hauspublikation der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein, hat in ihrer November-Ausgabe ein ausführliches Interview mit Prof. Weber geführt. Nachzulesen in der ausführlichen online-Fassung gleich hier.