Jugend forscht 2010: 42 Regionalsieger zittern um den Sieg
Der motorisierte Einkaufstrolley mit elektronischer Einkaufsliste, das saugfähigste Küchenpapier oder - fit durch Physik? - der Doppelschwinger als Trainingsgerät: Am 25. März wird feststehen, welche der 22 Wettbewerbsbeiträge, die bei den Regionalentscheidungen in Rendsburg und Geesthacht im Februar erfolgreich waren, Sieger im Landeswettbewerb von “Jugend forscht/Schüler experimentieren” geworden sind. Bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb haben sich in diesem Jahr über 10.000 Jugendliche angemeldet, darunter 226 aus Schleswig-Holstein. Die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein ist Patenunternehmen und richtet zusammen mit der Technischen Fakultät der Uni Kiel den Landeswettbewerb aus.
Die Projekte der Jungforscher beweisen, dass sie das Motto “Entdecke neue Welten!” wörtlich genommen haben: So fragte sich eine Teilnehmerin, ob sich mit einer Solarstation im Weltraum der künftige Mangel an fossiler Energie auf der Erde ausgleichen lässt. Ein anderer Nachwuchswissenschaftler analysierte die biologischen Auswirkungen des Achterbahnfahrens auf den menschlichen Körper. Auf welche Weise Giraffen kommunizieren, ist ebenso ein Forschungsthema wie die Frage, ob sich die Schweinegrippe besonders gut mit Honig oder Ingwer behandeln lässt. Ein junger Informatiker präsentiert seinen selbstentwickelten Lateinvokabeltrainer für den iPod. Diese Beispiele zeigen, dass die Themenvielfalt der Arbeiten auch in diesem Jahr wieder nahezu grenzenlos ist.
Eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Erarbeiten von Projekten ist die Betreuung durch Fachlehrer an Schulen und Ausbilder in den Betrieben. “Dort, wo sich viele Projektbetreuer engagieren, verzeichnen wir die höchsten Anmeldezahlen. Unser Ziel ist es daher, künftig noch mehr Anreize für Lehrer und Ausbilder zu schaffen, Jungforscher und ihre Forschungsprojekte zu betreuen”, sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. “Bei Jugend forscht pflegen die Betreuer in vorbildlicher Weise einen gleichberechtigten Dialog mit den Jugendlichen. Auf Augenhöhe übernehmen sie die Rolle eines Mentors und Beraters. Insofern ist ein modernes Schüler-Lehrer-Verhältnis bei Jugend forscht gelebte Praxis.”
Den Abschluss der 45. Runde von Jugend forscht bildet der Bundeswettbewerb vom 13. bis 16. Mai 2010 in Essen - gemeinsam veranstaltet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der ThyssenKrupp AG als Bundespate.
Weitere Informationen über den Landeswettbewerb finden Sie hier. Eine Liste aller Wettbewerbstermine und Patenunternehmen finden Sie hier.

